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Staat und Sprache

Geographie und Naturschätze

Aus geographischer Sicht befindet sich die Tschechische Republik an der Grenzlinie zweier unterschiedlicher Gebirgssysteme. Der westliche und mittlere Teil der Tschechischen Republik füllt das Tschechische Gebirge aus, in den östlichen Teil greift das System der Westlichen Karpaten über. Die höchsten tschechischen Gebirge sind das Riesengebirge (wo sich der höchste Berg Tschechiens, die Schneekoppe - 1603 Meter über dem Meeresspiegel -, befindet), der Böhmerwald, die Jeseníky und Beskiden.

Durch die Tschechische Republik laufen drei europäische Wasserscheidelinien, das Wasser wird aus dem Gebiet der Tschechischen Republik in die Nordsee, in das Schwarze Meer und in die Ostsee abgeführt. Der längste tschechische Fluss ist die Moldau (433 km), die im Böhmerwald entspringt. Im Riesengebirge entspringt der mächtigste tschechische Fluss, die Elbe (370 km), weitere bedeutende Flüsse sind die March (246 km), Thaya (306 km), Oder (135 km) oder Oppa/Opava (131 km).

Das Gebiet verfügt über nur wenige natürliche Gewässer. Im Böhmerwald befinden sich die bekannten Gletscherseen, von denen der größte der Schwarze See ist. Von den künstlichen Wasserflächen ist der größte Stausee Lipno (4870 ha) am Fluss Moldau. Die größte Konzentration von Teichen ist in Südböhmen in der Umgebung der Stadt Wittingau/Třeboň. Der größte von ihnen heißt Rosenberg-Weiher (489 ha).

Auf dem Gebiet der Tschechischen Republik befindet sich eine Menge an heißen und kalten Mineralwasserquellen. Sie werden sowohl zu Heil- und Erholungszwecken in Kurortregionen (z.B. Karlsbad, Marienbad, Franzensbad, Podiebrad, Hodonin, Bad Luhatschowitz), als auch zur Herstellung von Trink-Mineralwasser und Tafelwasser (Magnesia, Mattoni, Bildner Sauerbrunn/Bílínská kyselka, Hanácká kyselka, Šaratice, Vincentka, Poděbradka usw.) genutzt.

Die Tschechische Republik gehört auch zu den Ländern mit einem großen Reichtum an Karstphänomenen und Höhlenkomplexen, die in erster Linie in den Regionen des mährischen und böhmischen Karstes zu finden sind. Zu den weiteren interessanten Gebilden gehören die s.g. Felsenstädte (die größte ist die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt in Ostböhmen, bekannt ist auch das Prebischtor in dem Nationalpark Böhmische Schweiz - die größte Sandsteinbrücke in Europa).

Auf dem Gebiet der Tschechischen Republik wurden vier Nationalparks (Riesengebirge, Böhmerwald, Thayatal/Podyjí und die Tschechische Schweiz) und eine Reihe an Naturschutzgebieten (z.B. Beskiden, Weiße Karpaten, Böhmisches Mittelgebirge) und Reservaten ausgerufen.

Das Klima

Das Klima in Tschechien ist gemäßigt mit einem Übergang zwischen den kontinentalen und ozeanischen Typen und daher relativ reich an Niederschlag (Regen, Schnee). Typisch ist der Wechsel der vier Jahreszeiten. Ähnlich wie in der nördlichen gemäßigten Zone herrscht auch in der Tschechischen Republik am Anfang des Jahres ein kalter Winter (offiziell beginnt der Winter am 21. Dezember). Danach kommt der Frühling (ab dem 21. März) gefolgt vom warmen Sommer (ab dem 21. Juni) und vom nasskalten Herbst (ab dem 23. September). Der Wechsel der Jahreszeiten hat einen großen Einfluss vor allem auf die Vegetation.

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